Pestizid-Cocktail im Bach

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Der vollständige Artikel verfasst war ursprünglich geschrieben für SRF

Es ist ein regelrechter Pestizid-Cocktail: 21 Spritzmittel hat die «Rundschau» in einem Bach im Kanton Thurgau gemessen. Drei Giftstoffe liegen ein Mehrfaches über dem Grenzwert der Gewässerschutz-Verordnung. Für Menschen besteht keine direkte Gefahr.

«Das ist ein bemerkenswert hoher Wert», sagt Christian Stamm vom Wasserforschungsinstitut Eawag zu der Pestizid-Konzentration im Eschelisbach bei Güttingen (TG). Die «Rundschau» hat Ende Juli dort Stichproben genommen und diese von einem Vertrauenslabor in Deutschland untersuchen lassen.

Insgesamt lassen sich 21 Spritzmittel nachweisen. Gemäss Gewässerschutzverordnung gilt pro Giftstoff ein Grenzwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter. Drei Stoffe liegen deutlich darüber: Azoxystrobin mit 2,4 Mikrogramm und Azoxystrobinsäure mit 4.6 Mikrogramm. Mit 9.4 Mikrogramm überschreitet die gefundene Menge des Fungizids Fluopyram den Grenzwert um das mehr als 90fache.

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