Pestizid-Cocktails in Äpfeln gefunden

Apple Sampling for Pesticides Testing in GermanyApfel Pestizid Probennahme

Die vollständige Blogpost verfasst von von Yves Zenger war ursprünglich geschrieben für Greenpeace Schweiz

Ein europaweiter Greenpeace-Test zeigt auf, dass konventionell produzierte Äpfel (auch aus der Schweiz) mit einem Pestizid-Cocktail belastet sind. Labortests haben 39 individuelle Substanzen identifiziert. Bio-Proben sind pestizidfrei.

«An apple a day keeps the doctor away.» Der tägliche Apfel ist ein nährstoff- und vitaminreiches Lebensmittel. Und gesund. Das wurde uns so jedenfalls schon in Kindertagen eingebläut. Im Grundsatz stimmt das. Bloss: Möglicherweise gilt das nur für ökologisch produzierte Früchte. Bei konventionell angebauten Äpfeln könnte es anders aussehen. Denn der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, wie eine Greenpeace-Analyse jetzt zeigt.

Wir haben in einer europaweit koordinierten Messkampagne in elf Ländern – darunter die Schweiz – 126 verschiedene Apfelproben in Supermärkten gekauft und in einem spezialisierten, unabhängigen Labor auf Pestizide untersuchen lassen. In 83 % der konventionellen Proben konnten Pestizide nachgewiesen werden, 60 % der Proben waren mit zwei oder mehr Pestiziden belastet. Alle biologisch produzierten Äpfel waren pestizidfrei.

In der Schweiz wurden Proben bei Aldi, Coop, Lidl und Migros gekauft – alles Äpfel aus dem Inland. In beiden Bio-Proben (Coop & Migros) konnten keine Pestizide nachgewiesen werden. In den konventionell produzierten Schweizer Apfelproben konnten im Mittel 1,8 verschiedene Pestizide gemessen werden, am stärksten belastet war eine Probe der Migros mit fünf verschiedenen Substanzen. Auf den Jamadu-Kinderäpfeln von Coop wies das Labor die Chemikalie THPI nach, ein Abbauprodukt des Fungizids Captan. Die gesetzlichen Grenzwerte wurden von allen Proben eingehalten.

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